Ortschaft
Klein Wanzleben
Zuckerdorf Klein Wanzleben in der Börde wurde erstmals 1145 urkundlich erwähnt und ist bis heute eng mit der Zuckerrübenzucht und Zuckerproduktion verbunden. Seit dem 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zu einem bedeutenden Zentrum der Zuckerwirtschaft. Diese Tradition prägt Klein Wanzleben bis heute.
Über die Ortschaft
Zuckerdorf Klein Wanzleben in der Börde ist ein traditionsreicher Ortsteil der Stadt Wanzleben-Börde, der besonders durch seine enge Verbindung zur Zuckerindustrie bekannt ist. Mit rund 1.660 Einwohnern und einer Fläche von etwa 8,64 km² liegt der Ort im nördlichen Teil der Magdeburger Börde und ist über die B 246a sowie die L 102 gut erreichbar.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1145. Eine entscheidende Entwicklung begann jedoch im Jahr 1838, als in Klein Wanzleben eine Zuckerfabrik gegründet wurde. Seitdem ist der Ort eng mit der Zuckerrübenzüchtung und -verarbeitung verbunden und entwickelte sich zu einem bedeutenden Standort dieser Branche.
Ein Meilenstein war die Gründung der späteren KWS SAAT AG, die aus der Zuckerproduktion hervorging und bis heute international tätig ist. Mit der Eröffnung einer modernen Zuckerfabrik im Jahr 1994 wurde diese Tradition weitergeführt und auf ein neues Niveau gehoben.
Auch im Ortsbild spiegelt sich die Geschichte wider. Die evangelische Kirche St. Johannis, erbaut im Jahr 1871, sowie die katholische Kirche St. Joseph aus dem Jahr 1908 prägen das kulturelle Leben. Das Wappen des Ortes zeigt eine Zuckerrübe und unterstreicht damit die zentrale Bedeutung dieses Wirtschaftszweigs.
Durch die Eingemeindung von Remkersleben und Meyendorf im Jahr 2002 sowie die spätere Integration in die Stadt Wanzleben-Börde im Jahr 2010 entwickelte sich Klein Wanzleben weiter zu einer bedeutenden Ortschaft der Region.
Heute verbindet Zuckerdorf Klein Wanzleben auf besondere Weise wirtschaftliche Tradition, landwirtschaftliche Entwicklung und moderne Industrie in der Börde.