Ortschaft

Hemsdorf

Hemsdorf in der Börde ist ein kleiner Ort mit großer Geschichte, der erstmals 1272 urkundlich erwähnt wurde. Besonders bemerkenswert ist die Quelle der Schrote, die dem Dorf eine besondere landschaftliche Bedeutung verleiht. Laut der örtlichen Geschichtsdarstellung war Hemsdorf im Mittelalter zudem wohl keine typische Bauerngemeinde, sondern eher von einzelnen Freihöfen geprägt.

Über die Ortschaft

Hemsdorf in der Börde ist ein kleiner, ruhiger Ortsteil der Stadt Wanzleben-Börde mit etwas über 100 Einwohnern. Trotz seiner überschaubaren Größe besitzt das Dorf eine bemerkenswert alte Geschichte und eine besondere landschaftliche Lage, denn in Hemsdorf befindet sich die Quelle der Schrote.

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1272. Nach der Hemsdorfer Ortsgeschichte wurde damals dem Kloster Meyendorf eine Hufe Land und eine Hofstelle in Hemsdorf geschenkt, was zeigt, dass der Ort zu dieser Zeit bereits bestand. Die historische Forschung auf der Ortsseite verweist außerdem darauf, dass Hemsdorf im 14. Jahrhundert offenbar nicht als klassische Bauerngemeinde erschien, sondern eher aus wenigen Freihöfen beziehungsweise größeren Hofstellen bestand.

Ein wichtiger Einschnitt in der neueren Geschichte war die Eingliederung am 1. Juli 1950 nach Groß Rodensleben. Seit der Bildung der Stadt Wanzleben-Börde im Jahr 2010 gehört Hemsdorf zu dieser Einheitsgemeinde.

Das Ortsbild wird unter anderem von der evangelischen Dorfkirche geprägt, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut und 1999 restauriert wurde. Der turmlose, gotisierende Bau aus Natur- und Backstein mit seinen Treppengiebeln verleiht dem kleinen Dorf einen unverwechselbaren Charakter. Zudem sind für Hemsdorf mehrere Kulturdenkmale verzeichnet.

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